Workshop beim DIALOG Innovation 2018

Veranstaltung der WFG Kreis Borken sowie dem Sparkassenverbund Westmünsterland.

Das Thema am 12.09.18 lautete: Wie innovativ sind die Firmen im Kreis Borken. Zu dieser Frage hatte die WFG eine Online-Befragung durchgeführt, die die Unternehmen in einer Selbsteinschätzung beantworten sollten. 70 der 800 angefragten Unternehmen hatte sich beteiligt. Die Quintessenz der Befragung lautet: die Unternehmen sind sehr wohl innovativ, allerdings gibt es einige Detailsbaustellen, die durchaus verbessert werden könnten.

Herr Kistner, Geschäftsführer der netgo, hatte beeindruckend dargestellt, wie ein Unternehmen das gezielt auf disruptive Innovationen baut, ständig seine Geschäftsmodelle überdenkt und ändert (wenn der Markt es erfordert) zu einem sensationellen Geschäftserfolg kommen kann. Offensichtlich wird bei netgo bereits intensiv Innovationskultur gelebt mit flachen Hierarchien, kritikfähigen Chefs, Vertrauen in die Mitarbeiter, kreativen Räumen und Freiräumen für die Mitarbeiter sowie Moderatoren an Stelle von Projektleitern.

Herr Erwin Hülscher von Heitkamp&Hülscher hat sein seit Jahren gut funktionierendes Firmenbeteiligungsmodell vorgestellt. Der Grundgedanke ist einfach: wenn ein Baggerführer auf seinem „eigenen“ Bagger sitzt, dann passt er viel besser darauf auf und er kann entsprechend mehr Freiräume für Entscheidungen in seinem Arbeitsumfeld bekommen. Durch die Beteiligung der Mitarbeiter an den Gerätschaften gibt es viel weniger Reparaturkosten und Ausfallzeiten der Maschinen. Die Mitarbeiter sind motivierter und fallen durch ihre gute Zusammenarbeit auf den Baustellen auf. Auch hier achtet der Geschäftsführer auf eine positive Kultur im Unternehmen, die die Grundlage für neue Innovationen ist.

Mein eigener Vortrag lautete „Innovationskultur in KMU – was muss sich ändern, damit Innovationen Alltag werden?“. Der Vortrag war sehr kurz, denn in die 20 Minuten Zeitfenster haben wir auch noch eine kleine praktische Übung gepackt. Dafür hatte jeder Teilnehmer vorab eine Karte ziehen dürfen. Auf jeder Karte war ein Statement geschrieben, das sich entweder positiv oder negativ auf das Generieren von neuen Innovationen in Unternehmen auswirkt. Gemeinsam haben wir jeweils ein Statement angesprochen und diskutiert, warum der Aspekt für oder gegen spricht. Zu einigen Aussagen herrschte nicht immer Einigkeit, wie z.B. „Geschäftsmodelle immer wieder hinterfragen“ oder „Zielvorgaben für Innovationen sind utopisch“ oder „Innovationen sind eher Zufallsprodukte“

Innovationen können sehr wohl strategisch in die Unternehmensplanung aufgenommen werden, mit einem Innovationsmanagement können Sie Zielvorgaben machen und Innovationen werden keine Zufallsprodukte mehr sein.