Aktuelles

Innovationsforum Münsterland 2018

Unter dem Motto: „Innovationen auf der grünen Wiese – Wo wächst Innovationskultur?“ hatte der Münsterland e.V. gemeinsam mit dem Projekt Enabling Innovation Münsterland am 06.12.2018 in die Räume des Flughafen Münster/Osnabrück eingeladen.

In dem kreativen Veranstaltungsformat mit frei wählbaren Challenges wie z.B. Lego Serious Play und Marshmallow Challenge sind vor allen Dingen die herausragenden Vorträge von Christiane Grün (3M Deutschland), Mike Preuß (LIACS Universität Leiden) und Sven Göth (2b AHEAD ThinkTank) zu nennen.

3M zählt schon seit vielen Jahren (oder besser Jahrzehnten) zu den innovativsten Unternehmen weltweit. Das haben sie nicht zuletzt einem gewissen Herrn McKnight zu verdanken, der schon im Jahre 1948 die sogenannte „McKnight Management Policy“ für sein Unternehmen aufgestellt hat.

Dr. Mike Preuß ist seit vielen Jahren in der Forschung und Entwicklung zu Künstliche Intelligenz bzw. AI (Artificial Intelligence) tätig. Er hat einige Jahre am ERCIS, dem Institut für Wirtschaftsinformatik an der WWU Münster gearbeitet und hat jetzt einen Lehrauftrag an der LIACS Universität in den Niederlanden. In seinem Vortrag hat er unter anderm vorgestellt, wie die Maschine AlphaGo mittels dem Deep Learning Ansatz und der Monte-Carlo Baumsuche die besten Züge findet und so gegen den menschlichen World Go Champion gewinnen konnte. Weiterhin hat er gezeigt, dass Deutschland beim weltweiten Digitalisierungsindikator weit hinter anderen Ländern zurückliegt. Hier haben wir also dringenden Handlungsbedarf.

2b AHEAD gehört zu „Zukunftsinstituten“ in Deutschland. Sie analysieren ständig die weltweiten Trendstudien und geben ihr Trendwissen an die zu beratenden Unternehmen weiter. Sven Göth hat viele Beispiele vorgestellt, die uns die neue Welt bringen wird. So z.B. Schuhe aus dem Drucker (addidas), sehr günstige Häuser aus Betondruck, Paketzustellung per Drohne oder Roboter (Schweizer Post), bemannte Drohne für Kurzflüge, autonome Fahrzeuge…. und vieles mehr.

 

 

 

Workshop beim Treffen des Beraternetzwerk der EFA

Die Effizienz-Agentur NRW (EFA) veranstaltet 4mal pro Jahr ein Netzwerktreffen der Berater des Münsterlandes. Am 20.09.2018 konnte ich mein Unternehmen vorstellen, einen Vortrag zum Thema Digitalisierung und Innovation halten sowie einen Workshop zum Thema „Berater-Netzwerk der Zukunft“ moderieren.

 

 

Das Ziel der EFA ist es mit ihrem umfangreichen Netzwerk von Beratern die Ressourceneffizienz in den NRW ansässigen Unternehmen zu steigern. Im weitesten Sinne betrifft das die Bereiche Prozesseffizienz, Energieeffizienz, Materialeffizienz, Reduzierung des CO2-Ausstosses sowie die Effizienz beim Einsatz betrieblicher Ressourcen (z.B. Kapital).

Für die Erarbeitung erster kleiner Konzepte haben wir die Brainstorming Methode „3-12-3“ angewendet. Das heißt 3 Minuten Eigenschaften definieren, 12 Miunten in Gruppen Konzepte erarbeiten und anschließend jedes Konzept in 3 Minuten vorstellen.

 

 

 

 

 

Workshop beim DIALOG Innovation 2018

Veranstaltung der WFG Kreis Borken sowie dem Sparkassenverbund Westmünsterland.

Das Thema am 12.09.18 lautete: Wie innovativ sind die Firmen im Kreis Borken. Zu dieser Frage hatte die WFG eine Online-Befragung durchgeführt, die die Unternehmen in einer Selbsteinschätzung beantworten sollten. 70 der 800 angefragten Unternehmen hatte sich beteiligt. Die Quintessenz der Befragung lautet: die Unternehmen sind sehr wohl innovativ, allerdings gibt es einige Detailsbaustellen, die durchaus verbessert werden könnten.

Herr Kistner, Geschäftsführer der netgo, hatte beeindruckend dargestellt, wie ein Unternehmen das gezielt auf disruptive Innovationen baut, ständig seine Geschäftsmodelle überdenkt und ändert (wenn der Markt es erfordert) zu einem sensationellen Geschäftserfolg kommen kann. Offensichtlich wird bei netgo bereits intensiv Innovationskultur gelebt mit flachen Hierarchien, kritikfähigen Chefs, Vertrauen in die Mitarbeiter, kreativen Räumen und Freiräumen für die Mitarbeiter sowie Moderatoren an Stelle von Projektleitern.

Herr Erwin Hülscher von Heitkamp&Hülscher hat sein seit Jahren gut funktionierendes Firmenbeteiligungsmodell vorgestellt. Der Grundgedanke ist einfach: wenn ein Baggerführer auf seinem „eigenen“ Bagger sitzt, dann passt er viel besser darauf auf und er kann entsprechend mehr Freiräume für Entscheidungen in seinem Arbeitsumfeld bekommen. Durch die Beteiligung der Mitarbeiter an den Gerätschaften gibt es viel weniger Reparaturkosten und Ausfallzeiten der Maschinen. Die Mitarbeiter sind motivierter und fallen durch ihre gute Zusammenarbeit auf den Baustellen auf. Auch hier achtet der Geschäftsführer auf eine positive Kultur im Unternehmen, die die Grundlage für neue Innovationen ist.

Mein eigener Vortrag lautete „Innovationskultur in KMU – was muss sich ändern, damit Innovationen Alltag werden?“. Der Vortrag war sehr kurz, denn in die 20 Minuten Zeitfenster haben wir auch noch eine kleine praktische Übung gepackt. Dafür hatte jeder Teilnehmer vorab eine Karte ziehen dürfen. Auf jeder Karte war ein Statement geschrieben, das sich entweder positiv oder negativ auf das Generieren von neuen Innovationen in Unternehmen auswirkt. Gemeinsam haben wir jeweils ein Statement angesprochen und diskutiert, warum der Aspekt für oder gegen spricht. Zu einigen Aussagen herrschte nicht immer Einigkeit, wie z.B. „Geschäftsmodelle immer wieder hinterfragen“ oder „Zielvorgaben für Innovationen sind utopisch“ oder „Innovationen sind eher Zufallsprodukte“

Innovationen können sehr wohl strategisch in die Unternehmensplanung aufgenommen werden, mit einem Innovationsmanagement können Sie Zielvorgaben machen und Innovationen werden keine Zufallsprodukte mehr sein.

 

 

 

#Innovationskultur   #keineAngstvorVeränderung   #neueGeschäftsmodelle

unter diesen Mottos habe ich am Barcamp Enabling Innovation Münsterland am 29.05.2018 teilgenommen.

Bei heißen Temperaturen haben sich Vertreter von Hochschulen, Wirtschaftsförderungen und Unternehmen in den neuen Innovationlabs der FH Münster in Steinfurt, Bismarckstraße getroffen, um sich zu neuesten Trends auszutauschen.

Die Gelegenheit habe ich genutzt, um eine eigene Session zum Thema Innovationskultur zu moderieren.

Wir haben in der Gruppe diskutiert, wie die Situation momentan in den KMU´s in Bezug auf ihre Innovationskultur und dem entgegengesetzt, was wichtig wäre, um die Situation zu verbessern.

Momentane Situation:            mit bestehenden eigenen Produkten wurde lange erfolgreich Umsatz gemacht, allerdings ist der Höhepunkt erreicht bzw. fast überschritten, daher werden sich einige Firmen bewusst, dass sie über neue Produkte/Dienstleistungen oder Prozesse nachdenken müssen;         im IT-Bereich wird oft auf bestehende Software aufgebaut und sehr sprezielle auf den einzelnen Kunden zugeschnittene Lösungen weiterentwickelt;   KMU´s kommen nicht so einfach in Cluster, in denen bereits Großunternehmen sind;   es besteht große Angst, dass das Wissen „geklaut“ wird bzw. dass z.B. in Netzwerken der Nutzen Wissen auszutauschen nicht für jeden gleich gut ist;  typischerweise sind KMU´s total von ihrem Tagesgeschäft eingenommen („wir brauchen eine schnelle Lösung für ein spezielles Problem, am besten gestern“);  es fehlt an ausreichender Kommunikation; intern sowie extern;  es fehlt an Methodenkompetenz;  die „Kultur“ ist veraltet;  über „Kegelclubs“ gibt es schon lange Preisabsprachen / die Sanktionen sind verschärft worden; Stichwort Compliance-Probleme;   es besteht Orientierungsmangel

Was ist notwendig, um eine Innovationskultur zu schaffen?                        Netzwerke (z.B. It´s OWL);   Vertrauensbildung zwischen den zusammenwirkenden Unternehmen;   Bereitschaft, sich auch mit Mitbewerbern auszutauschen;  Teams mit sehr unterschiedlichen Personen (Alter, Geschlecht, Kultur, Fachwissen);  neue Anreize, die einen Austausch fördern (und nicht wie oft bisher üblich hindern);  offener Führungsstil auf Augenhöhe und gerecht;   Fehlerkultur: Fehler sind erlaubt, sogar erwünscht;  eigenverantwortliches Arbeiten;   Vertrauen zu Kollegen, Mitarbeitern und Chefs;    Strukturen für Vorgehensweisen die zu Innovationen führen sollen;   Innovationen bedeuten immer eine marktbezogene Entwicklung / gesucht ist der Nutzen für Kunden bzw. Endkunden;  Not (…macht erfahrungsgemäß erfinderisch…:))

Danke für die gute Diskussion an alle Teilnehmer. Evelyn.